Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der University of Manchester hat herausgefunden, dass ein bestimmtes Molekül als Ansatzpunkt genutzt werden könnte, um Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Multiple Sklerose, Morbus Crohn sowie andere Autoimmunerkrankungen in Zukunft besser therapeutisch zu adressieren. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin The Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Obwohl jede Autoimmunerkrankung für sich genommen eigene krankheitsspezifische Merkmale entwickelt, ist die Ursache bei vielen in einer fehlerhaften Regulierung des Immunsystems begründet. Als Akteur der Regulation fungieren unter anderem so genannte regulatorische T-Zellen (Tregs). Es wird angenommen, dass eine verminderte Aktivität der Tregs eine überschießende Reaktion gegen körpereigenes Gewebe ermöglicht, was die Entstehung und Aufrechterhaltung einer Vielzahl von autoimmunen Erkrankungen entscheidend beeinflussen könnte. Trotz intensivem wissenschaftlichem Fokus blieb bislang weitestgehend unklar, wie genau die Treg-Aktivität reguliert wird. Die jahrzehntelange Arbeit der Forscher ergab nun, dass ein bestimmtes Molekül, das als „microRNA-142“ bekannt ist, als eine Art „Hauptschalter“ der Treg Aktivität agiert. Die Ergebnisse stellen einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis des Immunsystems dar, und die Forscher erhoffen sich, dass viele Menschen weltweit von der neuen Erkenntnis profitieren werden.
Aktuelles
microRNA-142 - Molekularer “Hauptschalter” im Immunsystem
Forscher aus Manchester identifizieren die microRNA-142 als zentralen Schalter regulatorischer T-Zellen, ein möglicher Ansatzpunkt gegen Autoimmunerkrankungen.
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