Aktuelles

Forscher entdecken molekularen Defekt, der zur Behandlung von Lupus genutzt werden könnte

US-Forscher entdecken bei Lupus einen reversiblen Defekt im AHR-Signalweg. Seine Reaktivierung programmiert die fehlerhafte Immunreaktion erfolgreich um.

Wissenschaftler der Northwestern Medicine in Chicago und des Brigham and Women’s Hospital in Boston haben einen neuen und möglicherweise reversiblen molekularen Defekt entdeckt, der eine schädliche Immunreaktion bei systemischem Lupus erythematodes auslöst.

Die in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass Lupus-Patienten eine unzureichende Aktivierung des Arylkohlenwasserstoff-Rezeptors (AHR)-Pfads aufweisen. Eine unzureichende Aktivierung des AHR führt zu einer Überproduktion von krankheitsfördernden Immunzellen, sogenannten peripheren T-Helferzellen, welche die Produktion krankheitsverursachender Autoantikörper überproportional fördern. Durch die Reaktivierung des AHR-Pfads konnten die Forscher die fehlerhafte Immunreaktion umprogrammieren, was potenziell eine gezieltere und weniger schädliche Behandlung der Lupuserkrankung ermöglichen könnte.

Das Team konzentriert sich nun darauf, neue Therapien auf Basis dieser Entdeckung zu entwickeln.

Quelle: https://www.news-medical.net/news/20240710/Scientists-discover-a-molecular-defect-that-promotes-pathologic-immune-response-in-lupus.aspx

Weitere Beiträge

Studie findet heraus, wieso der Lupus im Alter oft milder verläuft

Anders als die meisten Autoimmunerkrankungen wird der Systemische Lupus Erythematodes im Alter oft milder. Ein US-Team liefert die Erklärung: Methylgruppen legen die Interferon-Gene still, der Interferon-Spiegel sinkt — und mit ihm die Krankheitsaktivität.

Weiterlesen
Suche über alle Inhalte